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03.03.2017

Schiedsrichter

Zu Gast aus Frankreich

Mit Laura Halley und Marie Lydie standen am vergangenem Wochenende zwei Schiedsrichterinnen aus Frankreich in Schweizer Ligen im Einsatz. Die beiden aktiven Spielerinnen aus unserem Nachbarland waren über das Cupfinal-Wochenende in der Schweiz zu Gast und haben - neben einem Besuch am Cupfinal selbst - auch zwei Spiele, eines der Herren 2. Liga und eines der Junioren U21B, geleitet. Im Interview erzählen die beiden vom Unihockey in Frankreich und ihren Erfahrungen in der Schweiz.

Laura und Lydie, wie seid ihr auf die Idee gekommen, in die Schweiz pfeifen zu kommen?

Letztes Jahr waren wir als Schiedsrichter am Czech Open im Einsatz. Der Observer, der uns während dieses Turniers begleitet hat, hat uns einen Kontakt in der Schweiz empfohlen, um uns in unserer Schiedsrichtertätigkeit weiterzuentwickeln. Also haben wir einen Verantwortlichen für Schiedsrichter in der Schweiz kontaktiert.

Könnt ihr uns kurz erzählen, wie es mit den Spielen und den Schiedsrichter in Frankreich abläuft?

In Frankreich gibt es bei den Herren zurzeit zwei Meisterschaften: Eine obere Liga "D1", bestehend aus 10 Mannschaften, und eine tiefere Liga "D2" mit 32 Teams. Daneben existiert nur eine Damenliga (6 Mannschaften) und eine Juniorenliga. Die obere Herren-Meisterschaft und die Damenliga werden national gespielt, während die anderen Ligen regional ausgetragen werden. Nächstes Jahr wird eine zusätzliche Liga "D3" dazukommen. Grundsätzlich treffen sich die Teams an einem Wochenende, um zwei Spiele zu absolvieren (eines am Samstag, das andere am Sonntag) und müssen an dieser Runde auch für ein Spiel das Schiedsrichterpaar stellen. Seit einem Jahr sind die pfeifenden Spieler zudem dazu verpflichtet, eine Schiedsrichterausbildung zu absolvieren. Wir pfeifen dabei in allen Ligen - Laura ist seit drei Jahren als Schiedsrichter unterwegs, Lydie seit zwei.

Was sind die Unterschiede zwischen dem Unihockey in Frankreich und demjenigen in der Schweiz? 

Alles ist anders! In der Schweiz ist das Spiel um einiges besser als in Frankreich und dasselbe gilt auch für die Schiedsrichter. Die Spiele, die wir in der Schweiz geleitet und gesehen haben, sind besser als diejenigen der besten Teams in Frankreich. Zudem besteht ein grosser Unterschied zwischen dem Pfeifen in Frankreich und in der Schweiz: In der Schweiz "leitet" man die Spiele mehr und führt die Spieler so durch das Spiel. In Frankreich steht der Sport erst noch am Beginn der Entwicklung, sowohl spielerisch, wie aber auch bei den Schiedsrichtern.

Wie habt ihr das Wochenende in der Schweiz erlebt?

Wir haben von diesem Wochenende sehr profitiert. Wir haben in diesen drei Tagen enorm viel gelernt und hatten viel Freude beim Leiten der zwei Spiele in der Schweiz. Der Empfang in der Schweiz war genial und die Schiedsrichter, die wir getroffen hatten, gaben uns viele Tipps mit auf den Weg. Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Erfahrung machen durften.

Was nehmt ihr von dieser Erfahrung mit?

Dieses Wochenende hat uns so viel für unsere Entwicklung als Schiedsrichter gebracht! Wir haben neben der besseren Positionierung auf dem Spielfeld gelernt, wie wir besser kommunizieren können. Zudem haben wir wichtige Punkte im Reglement nochmals angeschaut. Neben der ganzen Technik, ist uns auch die Wichtigkeit der Beziehung zwischen Spieler und Schiedsrichter bewusst geworden. Die Erfahrung war nur positiv und wir wissen nun, an was wir zukünftig arbeiten müssen.

Würdet ihr einen solchen Austausch in der Zukunft wieder machen?

Ja, wir hoffen sehr, dass wir wieder einmal in der Schweiz Spiele leiten können und neue Dinge erlernen dürfen. Aber vor einer Wiederkehr werden wir das Gelernte in Frankreich anwenden und an uns arbeiten, um hoffentlich noch besser wiederzukommen!

Geschrieben von: Philipp Schmocker

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