Bittere Pille für die U19-Damen

U19-Damen-Weltmeisterschaften, Spiel um Bronze 

08. May 2010, 16:48  / Edith Bussard

Das U19-Damennationalteam kehrt erstmals ohne Medaille von den Weltmeisterschaften heim. Nach der knappen Niederlage gegen Finnland im Halbfinal unterlag das Team von Bernhard Nussbaum und Gabriela Breitenstein im Kampf um Bronze WM-Gastgeber Tschechien mit 3:7.

Die Schweizerinnen vermochten Tschechien auf dem Weg zur Medaille an der Heim-WM nicht zu bremsen.
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Die Schweizerinnen vermochten Tschechien auf dem Weg zur Medaille an der Heim-WM nicht zu bremsen.

© www.wfc2010.cz (Bildergalerie)

1123 Zuschauer trieben ihr Team zu WM-Bronze, was fürs tschechische Damenunihockey die erste WM-Medaille überhaupt bedeutet. Vergangenen Dezember hatte das A-Nationalteam erstmals überhaupt die Halbfinals erreicht, hatte dann aber mit Platz 4 vorlieb nehmen müssen.

Die U19-Auswahl vermochte sich gegen die Schweiz für die klare Niederlage im Gruppenspiel (2:6) zu revanchieren. Nachdem die Einheimischen das Spiel im ersten Abschnitt besser kontrollierten (2:1), vermochten die Schweizerinnen das Spielgesehehen im Mitteldrittel auszugleichen. Doch es waren die Tschechinnen, die skorten. So stand es 4:1 zur zweiten Pause.

Doppelschlag im 3. Drittel

Die Entscheidung fiel kurz nach dem zweiten Seitenwechsel, als Tschechien mit einem Doppelschlag innert 20 Sekunden auf 6:1 erhöhte. Die Eidgenossinnen vermochten zwar den Spielstand noch etwas zu verkürzen, die Partie aber nicht mehr zu wenden.

Nach Bronze 2004 und 2006 sowie Gold 2008 muss das Schweizer Nachwuchsteam damit erstmals mit dem undankbaren 4. Platz vorlieb nehmen. Dass die Tschechinnen zu den erstnhaften Medaillenkandidaten gehören, hatten sie bereits im Februar beim Polish-Cup (4:1 gegen die Schweiz) angedeutet.

Gold an Schweden

Den WM-Titel holten sich die Schwedinnen, die im Endspiel die Rivalinnen aus Finnland mit 6:4 Toren zu bezwingen vermochten. Das Gruppenspiel hatte noch unentschieden (4:4) geendet. Doch bereits in der Vorrunde hatten die Schwedinnen ihre starken Offensivqualitäten (Toverhältnis 51:6 in 3 Spielen) unter Beweis gestellt. Die Schwedinnen sind damit zurück auf dem Thron, nachdem 2008 im Endspiel den Schweizerinnen in der Verlängerung unterlegen waren. 2004 und 2006 hatten die Schwedinnen bereits WM-Gold auf dieser Stufe geholt.


4. U19-Damen-WM, Spiel um Bronze
Tschechien – Schweiz  7:3  (2:1, 2:0, 3:2)

Olomouc (Tsch).
Schiedsrichter: Boström/Hammerin
Zuschauer: 1123

Tore: 1. (0:31) Urbankova (Bocanova) 1:0. 15. Eigentor Schweiz 2:0. 19. Wyss (Marti/Ausschluss Sura) 2:1. 26. Urbankova (Capkova) 3:1. 40. (39:05) Sura (Hasova) 4:1. 42. (41:26) Urbankova (Capkova) 5:1. 42. (41:46) Bocanova (Vavreckova) 6:1. 53. Locher (Bürgi) 6:2. 55. Urbankova (Ausschluss Vavreckova!) 7:2. 58. Rüttimann 7:3.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Tschechien, 1-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Bemerkungen: Skopkova (Tschechien) und Locher (Schweiz) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. Torhüterin Skopkova (Tsch) mit 23 Saves, Lohrer (Schweiz) mit deren 14.