"Manchmal brauchts nur einen Spieler, der den Weg zeigt"

Interview mit Roger Gerber nach Schweiz - Norwegen 

08. December 2008, 00:09  / Edith Bussard

Roger Gerber sucht im Gespräch nach dem 9:6-Erfolg über Norwegen nach den Gründen für die erneut harzige Startphase der Schweizer.

Roger Gerber
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Roger Gerber

© Fabian Trees

Roger Gerber, wie bereits gegen Estland tat sich das Schweizer Nationalteam auch gegen Norwegen schwer ins Spiel reinzukommen. Warum harzt es?

Schwer zu sagen. Ich denke wir grübeln zuviel. Norwegen war sicher ein anderer Brocken als Estland, die Norweger haben hart gespielt, und wir brauchten lange, bis wir entgegenzuhalten vermochten.

Von aussen hatte man in der ersten Spielhälfte den Eindruck, das Team spielt brav und mit wenig Leidenschaft. Wie schafft man es, den Schalter doch noch umzulegen?

Manchmal braucht es nur einen einzigen Spieler, der den Weg zeigt, wie heute Christoph Hofbauer. Mit der Umstellung auf zwei Linien kamen wir auch in einen höheren Rhythmus, spielten mit mehr Emotionen, und dann trafen wir auch endlich das Tor (schmunzelt).

Die Mannschaft hatte sich nach dem Auftaktmatch gegen Estland vorgenommen, einen Schritt nach vorne zu machen. Ist dies nun gelungen oder wars ein halber Schritt?

Wir sind sicher auf dem richtigen Weg. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, nun dürfen wir schlicht und einfach keinen mehr zurückmachen. Wir müssen auf unsere Leistung im letzten Drittel gegen Norwegen aufbauen. Einfacher wird’s nicht.

Am Montag ist die Schweiz spielfrei. Kommt dies für einen Spieler gelegen oder möchte man, da man nun endlich im Turnier ist, doch lieber einen Ernstkampf bestreiten?

Mir kommt dieser spielfreie Tag sicher nicht ungelegen. Hauptsache ist wir bleiben am Ball. Nichtszutun wäre das Schlimmste. Doch wir werden sicher trainieren.

Gruppenfavorit Finnland ist am Dienstag der nächste Gegner. Was nehmen Sie sich mit Ihren Teamkollegen vor, um nicht von den Skandinaviern überfahren zu werden?

Wir wollen von Beginn weg bereit sein. Ich denke, dann können wir auch mithalten. Wir müssen einfach mit Selbstvertrauen und Mut an die Sache rangehen.

Interview Edith Bussard
©  swiss unihockey