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"Das gibt eine Nachtschicht für die Organisatoren"
Schweizer WM-Tagebuch - heute mit Stürmer Christoph Hofbauer
04. December 2008, 22:51 / Edith Bussard"Auf die Reise an die Weltmeisterschaften in Tschechien stimmte ich mich am Mittwoch abend, am Tag vor dem Abflug, gemeinsam mit meinem Bruder Matthias sowie Marc Dysli und Michael Zürcher im Elternhaus von Michael Zürcher in Bülach bei einem gemeinsamen Abendessen ein. Wir vier waren mal alle wieder zusammen - so wie letzte Saison bei IBK Dalen. Wir konnten in Bülach übernachten und hatten so nur eine kurze Anreise an den Flughafen Kloten am frühen Donnerstag morgen.
Treffpunkt mit der Schweizer WM-Delegation war um 7.30 Uhr auf dem Flughafen Zürich-Kloten - 2 Stunden vor dem Abflug. Die Reise führte zuerst nach Prag. Da der Flug nur knapp etwas über eine Stunde dauerte, konnte ich mir auf dem Laptop nicht einen Film in voller Länge anschauen. Von Stockholm nach Zürich bei einer Reisezeit von rund 4 Stunden klappt dies jeweils locker... Von Prag gings dann gleich weiter nach Ostrava. Die tschechische Fluggesellschaft organisierte für unseren Inlandflug ein grösseres Flugzeug als sie über unsere grosse Menge an Gepäck informiert wurde. Am frühen Nachmittag bin ich sicher müde in Ostrava angekommen, weil der Tag lang war. Doch ans Reisen hab ich mich mit meinem Engagement bei IBK Dalen in Schweden gewöhnt. Man überlegt viel weniger, man reist einfach.
Im Hotel angekommen, es liegt übrigens direkt neben der WM-Halle der Vorrundenspiele, blieb ausreichend Zeit zum Mittagessen und fürs Zimmer beziehen und Zimmer einrichten. Ich hab dies geschätzt. Ich brauche diese Zeit, um mich an einem neuen Ort einzurichten, damit ich mich wie zuhause fühle.
Am Nachmittag besuchten wir als Team gemeinsam das Eishockeyspiel zwischen Vitkovice Steel und Karlovy Vary. Es ging den Trainern vor allem darum, uns einen ersten Blick in diejenige Halle zu ermöglichen, in der wir ab Samstag die Vorrundenspiele bestreiten. Morgen Freitag bestreiten wir in dieser Halle auch ein Training. Der erste Eindruckt war gut, das Potenzial für eine gute Unihockeyhalle ist sicher da. Ich bin gespannt was die Organisatoren aus dieser Eishalle machen. Sie müssen eine Nachtschicht einscheiben, damit die Teams am Freitag darin trainieren können. Die Nacht dürfte somit stressig werden fürs OK und die Helfer.
Nach dem Abendessen blieb noch Zeit zur Erholung. Klar bin ich mit meinen Gedanken in den bevorstehenden Weltmeisterschaften, egal was ich auch mache. Doch ich finde es positiv, dass wir Spieler am MIttwoch nachmittag und an diesem heutigen Reisetag die Möglichkeit hatten, den Kopf nochmal kurz frei zu kriegen. Die erste Theorielektion ist erst für morgen Freitag angesagt. Mit dem ersten Training und der ersten Theorie am WM-Ort werden die Gedanken aufs erste Spiel hin vom Samstag gegen Estland sicher intensiver. Mein Bruder Matthias und ich spüren eine gewisse Erwarltungshaltung des Trainerstabs, doch das sind wir uns gewöhnt. Ich finde, dass die Schweiz an dieser WM über ein sehr ausgeglichenes Kader verfügt und einige Spieler wirklich Verantwortung übernehmen wollen. Ich freue mich auf diese WM.
