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"Es gilt sich so gut wie möglich zu erholen"
Tagebuch 13.12.08 - Simon Bichsel
13. December 2008, 22:29 / Edith BussardNach diesem Halbfinal gegen Schweden fühlte ich im ersten Moment eine Leere im Kopf. Wir waren so nah dran. Es hätte reichen müssen, ich finde kaum Worte. Wir hatten echt gut gespielt, alles in die Waagschale geworfen und diese Schweden mehrheitlich im Griff.
Beim entscheidenden Treffer der Schweden in der Verlängerung stand ich bei Karl-Johan Nilsson vor Goalie Roger Tönz; Beim Schuss von Henrik Qvist streckten wir beide unsere Stöcke nach vorne, Nilsson erwischte den Ball glücklich mit der Oberkante seiner Schaufel und von dort sprang der Ball unglücklich an Roger Tönz vorbei ins Schweizer Tor. Schade.
Wir hatten uns gut auf diesen Match vorbereitet und unsere bislang beste Leistung abgerufen. Den Tag hatte ich zuvor mit essen, schlafen, joggen und spazieren verbracht. Ich muss jeweils kurz schlafen vor einem Abend-Spiel. Zudem benötige ich ein bisschen Bewegung. Ich kann nicht den ganzen Tag im Hotel verbringen. Vormittags absolvierte die Mannschaft ein leichtes Jogging, am Nachmittag bin ich nochmals kurz spazieren gegangen.
Wir fuhren bewusst früh vom Hotel ab, um rechtzeitig in der Halle zu sein. Zu unserem Erstaunen hatte es kaum Verkehr, deshalb waren wir sehr früh in der Halle und verfolgten noch etwas den ersten Halbfinal zwischen Finnland und Tschechien. Danach lief ich mich ausserhalb der Aren zusammen mit Michael Flury warm, ehe wir dann das Spielfeld betraten.
Nach dem Match assen wir noch gemeinsam zu Abend. Nun werde ich mir vermutlich noch einen Film auf DVD anschauen und dann versuchen einzuschlafen. Es wird nicht einfach. Aber da das Bronze-Spiel am Sonntag bereits um 13.10 Uhr angepfiffen wird, gilt es sich so gut wie möglich zu erholen.
