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Es ist unglaublich
Interview mit dem Finnen Saku Lehti von den Tigers Langnau
14. December 2008, 21:34 / Markus JaussVor 10 Tagen rechnete er nicht damit, überhaupt an den Weltmeisterschaften spielen zu dürfen - jetzt hat er eine Goldmedaille um den Hals hängen: Saku Lehti von den Tigers Langnau.
Saku Lehti, Sie wurden am 1. Tag der Weltmeisterschaften, als Finnland spielfrei war, nachselektioniert. Jetzt sind Sie Weltmeister. Wie fühlen Sie sich?
Es ist unglaublich. Ich war in Engelberg am Ski fahren, als der Anruf vom finnischen Verband kam. Ich musste umgehend nach Hause und am Sonntag morgen früh um 7 Uhr das Flugzeug Richtung Tschechien besteigen. An jenem Sonntag nachmittag bestritt ich bereits den ersten Match mit Finnland. Ich war natürlich enttäuscht, als ich erst nicht im WM-Aufgebot war. Den ganzen Sommer über hatte ich mit der Nationalmannschaft trainiert. Jetzt freu ich mich riesieg.
Finnland ging mit 4:0 in Führung und dann drehte Schweden den Spiess um und Sie lagen mit Ihrem Team 4:6 hinten. Was ist da passiert?
Schweden hat vor allem im zweiten Drittel sehr gut gespielt und sich sehr gute Abschlusspositionen erarbeitet. Wir haben uns kaum mehr bewegt. Unser erstes Drittel war sehr gut, das dritte Drittel ok.
Was dachten Sie, als es aus Sicht Finnlands 4:6 stand?
Wir glaubten nach wie vor an einen Sieg. Dank Lassi Vänttinens Tore erzwangen wir die Verlängerung. Da wussten wir, dass wir in dieser Overtime einfach in der Defensive konzentriert agieren und einfach ein Tor erzielen müssen. Das reicht (schmunzelt).
Wie beurteilen Sie über die ganze WM gesehen die Leistung Finnlands?
Sie war sehr gut. Wir vermochten uns bis zum Halbfinal von Partie zu Partie steigern. Es waren keine einfachen Spiele. Ich erinnere mich da an den Match gegen die Schweiz, den wir erst spät zu unseren Gunsten entschieden, oder den Halbfinal gegen Tschechien, und nun auch den Final gegen Schweden. Wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt in diesem Endspiel, aber genügend Tore erzielt (schmunzelt).
Sie kehren am Montag nachmittag in die Schweiz zurück. Am kommenden Samstag gilt es für Sie mit den Tigers Langnau zu Rychenberg Winterthur zu reisen. Wie tönt das für Sie nach einer solchen Woche?
Jetzt unmittelbar nach diesem Triumph schon ein bisschen speziell. Es wird nicht einfach sich wieder umzustellen auf den Meisterschaftsbetrieb. Einen Tag nach dem Spiel der Swiss Mobiliar League kehre ich dann für Weihnachten in meine Heimat Finnland zurück.
Doch jetzt wird wohl erst gefeiert.
Genau vermutlich heute Sonntag und auch noch morgen Montag (lacht).
