Daniel Streit tritt aus der Nationalmannschaft zurück

Nationalmannschaft Herren 

03. November 2009, 10:13  / Edith Bussard

Wenige Tage vor dem Abflug an die „Euro Floorball Tour“ in Tschechien hat Goalie Daniel Streit (Wiler-Ersigen) aus beruflichen Gründen seinen sofortigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Für ihn rückt Pascal Nieth nach. Auf zwei weiteren Positionen mussten René Berliat und Peter Düggeli ebenfalls Mutationen tätigen.

Daniel Streit hofft nach seiner beruflichen Veränderung noch Zeit für seinen Stammverein Wiler-Ersigen zu haben.
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Daniel Streit hofft nach seiner beruflichen Veränderung noch Zeit für seinen Stammverein Wiler-Ersigen zu haben.

© Marcel Bieri

Unihockey-Goalie Daniel Streit, der im Aussendienst einer in der Industrie-Mechanik tätigen Firma arbeitet, ist von seinem Arbeitgeber mit der Projektleitung eines Grossauftrags bis Ende 2010 beauftragt worden. „Diese berufliche Chance hat zur Folge, dass für mich fürs Unihockey weniger Zeit bleibt. Da neben dieser Aufgabe eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Dezember 2010 in Finnland nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich entschieden sofort aus der Nationalmannschaft zurückzutreten. Ich will keinem Goalie mit Ambitionen auf eine WM-Teilnahme in der Sonne stehen und jetzt zum Abschied einfach noch nach Tschechien mitreisen. Das wäre im Kampf um die WM-Plätze für Dezember 2010 nicht fair“, begründet der Berner.

Debüt 2002

Der Keeper hofft, dass ihm trotz der beruflichen Veränderungen Zeit für Unihockey auf höchstem Niveau mit dem Schweizer Meister und Swiss Mobiliar League Leader SV Wiler-Ersigen bleibt. Seine Karriere startete er bei Flamatt und kam via Zäziwil (1999 bis 2004) zu seinem heutigen Klub. Das Debüt in der Nationalmannschaft gab er am 9. November 2002 in Falun im Länderspiel gegen Schweden (2:8) und bestritt total 23 Länderspiele. Er gehörte 2004 anlässlich der Herren-WM in der Schweiz (4. Rang) dem Schweizer WM-Kader an.

„Ich bedaure diesen Rücktritt aus dem Nationalteam. Diesen Sommer hat mir Daniel in einem Gespräch zugesichert, bis zur WM 2010 auf die Nationalmannschaft setzen zu wollen“, erklärt Nationaltrainer René Berliat. „Es tut mir leid, dass ich so rasch und so kurz vor der Abreise nach Tschechien einen Entscheid fällen musste“, betont Streit. „Ich bin von diesem beruflichen Angebot selbst überrascht und möchte mir diese Chance nicht entgehen lassen“, ergänzt der 29-Jährige.

Nieth für Streit, Rüegsegger für Krähenbühl und Joss für Schneider

Neben Martin Hitz (Alligator Malans) nimmt das Traienrduo René Berliat/Peter Düggeli Pascal Nieth (UHC Grünenmatt) als zweiten Goalie mit ans Vier-Länder-Turnier nach Brünn. Der Tigers-Langnau-Hüter Philipp Gerber (rekonvaleszent) hatte bereits früh forfait erklären müssen.

Ebenfalls nicht mit nach Tschechien mitreisen können Stürmer Joel Krähenbühl (Wiler-Ersigen/aus arbeitstechnischen Gründen) und Verteidiger Renato Schneider (Chur Unihockey, Bänderverletzung). Für sie wurden Verteidiger Martin Joss (Alligator Malans) und Stürmer Cédric Rüegsegger (Järfälla IBK/Swe) nachselektioniert. Die Herren-Nationalmannschaft rückt am Mittwoch nach Kloten ein und reist am Donnerstag wie die U19-Herren-Auswahl an die „Euro Floorball Tour“ nach Brünn.

Edith Bussard
Kommunikation swiss unihockey
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