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Wenn der Wecker morgens um 6:45 Uhr klingelt...
Schiedsrichterausbildung
... dann wird irgendwo in der Schweiz ein Schiedsrichterkurs stattfinden.
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Der Kursleiter Tino Erni
© Rico Ramensperger
Als Kursleiter bin ich nebst der Logistik auch für den Kursinhalt und die Durchführung der Kurse verantwortlich. Da bin ich kurz vor Kurstart wie auf Nadeln. Ich und mein 15-köpfiges Team haben sich intensiv für den Kurs vorbereitet. Alle Parameter sollen möglichst einen guten, intensiven und lehrreichen Kurs ermöglichen.
An diesem Wochenende werden wir 5 verschiede Kursformen durchführen. Dabei wird den 220 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern der letzte Schliff für die neue Saison verpasst.
Sobald die Neu- und Fortgeschrittenen Schiedsrichter ihr Klassenzimmer gefunden haben, mussten wir uns schon wieder für das nächste Check-in vorbereiten. Denn an diesem Wochenende findet nicht nur der Regionale Schiedsrichterkurs statt, sondern auch der Nationale G1 (ehemals N2) Schiedsrichterkurs.
Und dann kommen sie auch schon: Die Teilnehmer des Nationalen G1 Kurses rücken ein. 35 Teilnehmer/innen nahmen am diesjährigen Kurs teil. Davon sind 11 Paare neu auf dieser Stufe aktiv. Sehr positiv war, dass auf der Kursliste auch 3 Damenpaare zu finden waren. Nach dem Check-in versammeln sich alle in der Aula. Letzte Check werden gemacht, ein letzter Schluck Wasser wird getrunken und dann heisst es: Herzlich Willkommen am diesjährigen Schiedsrichter Kurs in Nottwil
Unser Kursprogramm für die nächsten zwei Tage ist gefüllt mit externen Referenten, wie Yves Mohr (Trainer U21A) welcher über Erwartung an die Schiedsrichter referiert, oder Thomas Baumgartner (IFF Referee) der über neuste Erkenntnisse im Laufsystem unterrichtet. Unser langjährigere Referent Björn Karlen bringt den Schiedsrichtern die Spielanalyse näher. Auch das Regelupdate und der Regeltest dürfen an einem solchen Kurs nicht fehlen. Selbstverständlich bestehen alle Prüflinge den Test. Schwerpunkte werden auf die beiden Technischen Lektionen wie Stockschlag und Körpervergehen am Sonntag gelegt. Hierfür konnten wir Peter Kunz und nochmals Björn Karlen gewinnen. Nebst den Technischen Lektionen gehören auch immer die Saisonziele und Schwerpunkte der Teamleitung dazu.
Während der G1-Kurs läuft habe ich Zeit, mich um die Regionalen Instruktoren und die Administrativen Fragen zu kümmern. Dank meinem Team sind diese Arbeiten aber schon komplett erledigt. So bleibt für mich nun auch mal die Zeit, meine Lektionen vorzubereiten und diese zu halten. Selbst nach 8 Jahren Schiedsrichterausbildung, ist es Ehrensache, dass man sich seriös auf die Lektionen vorbereitet.
Nach 2 Tagen Schiedsrichterkurs brechen wir unsere Zelte um 1800 Uhr zusammen. Jeder geht seine eigenen Wege, doch schon 5 Tage später treffen sich die einen oder anderen wieder an einem Schiedsrichtersurs. Immer stehts bereit sich für die Sache stark zumachen. Denn genau so viel Herzblut wie die Spieler und Spielerinnen in ihren Sport stecken, so viel Herzblut stecken wir in die Schiedsrichterausbildung.
