Tigers Langnau verteidigen ihren Titel erfolgreich

Swiss Mobiliar Cupfinal 2010 Herren 

Tigers Langnau heisst der Swiss Mobiliar Cupsieger 2010 der Herren. Mit einem diskussionslosen 11:4-Sieg stoppten die Emmentaler den Höhenflug von Waldkirch-St. Gallen in der restlos ausverkauften „Neuen Wankdorfhalle“ in Bern. Die Tigers bekundeten eigentlich nur im ersten Drittel etwelche Mühe, die frech aufspielenden Oschweizer unter Kontrolle zu bringen. Simon Stucki und Ales Zalesny, die überragenden Spieler, waren die Garanten für die erfolgreiche Titelverteidigung. Damit machten die Tigers Philippe Soutter, ihrem Trainer, ein sehr schönes und gleichzeitig wertvolles Abschiedsgeschenk.

Der Cupfinal zwischen Titelverteidiger Tigers Langnau und Waldkirch-St. Gallen schien nach acht Minuten zu Gunsten der Emmentaler bereits gelaufen zu sein. Mit einem Doppelpack von Rolf Lüthi zwischen der 3. und 4. Spielminute sowie dem dritten Treffer, erzielt von Zalesny, liess das Team von Noch-Chefcoach Philippe Soutter keinen Zweifel über den Ausgang der Partie aufkommen. Doch der in Winterthur wohnhafte Trainer machte die Rechnung ohne den Wirt. Schlitzohrig nahm Wasa Trainer Schärli sofort sein Time-Out und hatte mit dieser Massnahme mit dem ersten Tor von Hess in der 12. Minute Erfolg. Die Ostschweizer-Euphorie unterbrach Mühlethaler nur 36 Sekunden später. Was den St. Gallern im Halbfinale gegen Meister Wiler-Ersigen mit dem Hinauswurf gelungen ist, könnte auch gegen die favorisierten Tigers geschehen. Fabian Haag und Jucker brachten den Underdog noch vor dem ersten Sirenenton mit ihren Toren definitiv wieder ins Spiel zurück.

Stucki und Zalesny: die überragenden Akteure

Den Schwung aus der Schlussphase des ersten Abschnitts vermochten die Ostschweizer mitzunehmen. Gleichzeitig nahm die Intensität stetig zu. Als sich Wasa anschickte, erneut den Anschlusstreffer zu erzielen, schlug Simon Stucki eiskalt zu. Danach versuchte sich Wasa im Power-Play und hatten dabei Glück, dass die Tigers, dank einem Big-Save von Goalie Birrer, keinen Shorthander verbuchten. Pech hatte Mathis zur Spielhälfte. Sein Schuss klatschte nur an die Querlatte. Dies rächte Ales Zalesny im Gegenangriff mit einer feinen Einzelleistung. Wasa bekam danach die Möglichkeit, erneut in Überzahl zu buchen. Da die Tigers stets mit gefährlichen Kontern agierten, vermochten die Ostschweizer kein Kapital im Power-Play zu ziehen. Markus Gerber vergeigte im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts eine gute Möglichkeit, sehenswert durch Goalie Birrer zunichte gemacht. Nur 43 Sekunden vor Drittelsende schoss Simon Stucki, zweites Tor, die frühe Vorentscheidung für den Titelverteidiger.

Tigers zeigten keine Schwächen

Im letzten Drittel liessen die Tigers den Ball und Gegner geschickt laufen. Zwangen dabei die St. Galler zu grosser Laufarbeit und kamen deshalb immer wieder in gute Abschlusspositionen. Verteidiger Markus Gerber, im Stile eines Vollstreckers, buchte herrlich das 8. Tor der Emmentaler. Zwischen der 54. und 56. Minute rückte Stürmer Marc Mühlethaler in den Brennpunkt. Mit seinem Doppelpack schraubte dieser das Skore auf 10:3 hinauf. 28 Sekunden vor dem Ende konnte Bischof noch das vierte Tor für Wasa erzielen, ehe vier Sekunden vor Schluss Markus Gerber das 11:4-Resultat markierte. Fabian Haag, Waldkirch-St. Gallen, und Ales Zalesny, Tigers Langnau, wurden zu den besten Spielern ihres Teams gewählt.

Roland Jungi
©  swiss unihockey


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Stimmen zum Spiel

 

August Schärli, Trainer WaSa Wir hatten eine Woche Zeit, uns seriös auf den Cupfinal vorzubereiten. Um gegen die Tigers bestehen zu können wollten wir aggressiv in die Zweikämpfe gehen. Dies ist uns nach einigen Minuten Anfangsnervosität ganz gut gelungen. Die Tigers haben uns dann aber eine Lehrstunde in Sachen Effizienz gegeben. Ich muss unseren Fans ein grosses Kompliment machen. Sie repräsentieren den Zusammenhalt im Verein. Lukas Hess, Captain WaSa Uns hat die Cleverness gefehlt. Die Tigers haben die Tore geschossen, wir nicht. Schade ist es für unsere Fans. Sie haben uns immer angetrieben und wir haben dadurch nie aufgegeben. Nach dem Halbfinal gegen Wiler haben wir heute leider nicht noch einmal über uns hinauswachsen können. Philippe Souter, Trainer Tigers WaSa hat mit dem Sieg im Halbfinal gegen Wiler ein klares Signal an uns gesendet. Wir haben sie nicht unterschätzt. Mit der Favoritenrolle mussten wir uns aber zuerst auseinandersetzen, was nie einfach ist. Nach dem ersten Drittel war ich dann auch weder zufrieden noch siegessicher. Auch im Schlussdrittel musste ich beim Time-Out laut werden, da zuvor der Schlendrian eingekehrt ist. WaSa hat sich sehr gut verkauft. Das Resultat ist eher zu hoch ausgefallen. Nach schweren Momenten in der Regular Season haben wir nun den Playoff-Halbfinal und den Cupsieg erreicht. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft! Marc Dysli, Captain Tigers Wir haben im Schlussdrittel teilweise eher etwas kompliziert gespielt. Das Time-Out war gut, um wieder fokussiert zu sein. Nach dem 7:3 haben wir an den Cupsieg geglaubt, richtig sicher waren wir uns aber erst ungefähr zwei Minuten vor Schluss. Wir haben diese Saison schon öfters vier Tore erhalten und waren entsprechend vorsichtig.


Bilder Cupfinal Herren