Damen Ligacupsieg geht nach Freiburg

Ligacupfinal 2010 Damen 

Das Team aus Tafers-Schmitten schlägt in einem spannenden Ligacupfinal Jona-Uznach Flames mit 9:4. In einem lange ausgeglichenen und äusserst fairen (keine Strafen) Spiel gehen die Freiburgerinnen als verdiente Siegerinnen hervor.

Die 320 Zuschauer in der noch spärlich gefüllten Wankdorfhalle sahen eine flüssige Anfangsphase im Liga-Cup-Finalspiel zwischen dem UHC Tafers-Schmitten und den Jona-Uznach Flames. Beide Mannschaften starteten offensiv eingestellt in die Partie. In der siebten Minute ging Tafers-Schmitten verdient durch Silvia Poffet in Führung. Sie konnte ihre Farben in einer Druckphase in Führung schiessen.

In der Folge konnte Jona-Uznach das Spiel ausgeglichen gestalten. Ein schöner Schuss ins hohe Eck von Carmen Jud bedeutete in der elften Minute den Ausgleich. Und keine drei Minuten später gingen die Damen aus der Ostschweiz nach einem Buebetrickli von Madeleine Giger in Führung. Die beiden Torhüterinnen nahmen jede Chance wahr, den Ball weit auszuwerfen. Ein solcher Auswurf von Alexandra Berset nutzte Nadine Durot kurz vor Schluss zum 2:2.

Die Anfangsphase der zweiten zwanzig Minuten sah gleich aus wie im ersten Drittel: Beide Mannschaften spielten weiter offensiv. Die Flames eröffneten das Score kurz vor Spielmitte: Karin Bühler liess Torhüterin Berset in einer 1:0 Situation keine Chance und schoss ihre Farben in Führung. Die Antwort der Freiburgerinnen liess keine drei Minuten auf sich warten. Nadine Durot konnte nach einem Freistoss ausgleichen. Zwanzig Sekunden später schloss erneut Durot erfolgreich ab: Durch eine schnelle Auslösung kam Tafers-Schmitten zu einer 2:1 Situation die ausgenutzt werden konnte. Die Ostschweizerinnen zeigten sich durch diesen Doppelschlag aber keineswegs geschockt. Nach einem Ballgewinn in der Ecke der Schmittener zog Andrea Siegenthaler in den Slot und schoss den Ball an Hüterin Berset vorbei zum Ausgleich. Aber der war nur von kurzer Dauer: Cinthya Stadelmann zog in einer weiteren 2:1 Situation den Schuss dem Pass vor und überraschte damit Simone Suter im Uznach Tor.

Im dritten Drittel reagierte Jona-Uznach Flames mit einem Torhüter wechsel. Auf beiden Seiten wurden verschiedene Grosschancen vergeben. Eine glänzend aufgelegte Alexandra Berset brachte mit zum Teil unkonventionellen Abwehraktionen ihre Gegnerinnen der Verzweiflung nahe. Nach zwölf Minuten war die neue Hüterin bei Jona-Uznach ein erstes Mal geschlagen. Monika Rolli schloss nach einem Pass von Nadine Durot erfolgreich ab. Erstmals lag eine Mannschaft in diesem Final mit zwei Toren in Führung. Uznach drückte auf das Anschlusstor, lief aber in der 58.Minute in einen Konter. Cinthya Stadelmann schoss das Vorentscheidende 7:4. Die Ostschweizerinnen ersetzten Hüterin Kompain mit einer vierten Feldspielerin. Das ging aber keine zwanzig Sekunden gut: Cornelia Poffet traf ins verlassene Tor. Nachdem Kompain ihren Platz im Tor wieder eingenommen hatte, folgte das schönste Tor des Morgens. Von Cinthya Stadelmann hervorragend vorbereitet schloss erneut Silvia Puffot zum Endstand von 9:4 ab. Dieses Tor war die Krönung zum Cupsieg der Freiburgerinnen.

Roman Baertschi
©  swiss unihockey


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Reaktionen zum Spiel

Carmen Jud, Jona-Uznach Flames: «Es ist eine grosse Enttäuschung heute verloren zu haben. Es fehlte etwas das nötige Glück um einen solchen Final zu gewinnen. Wir waren nicht von Beginn parat, kamen immer einen Schritt zu spät. Wenn man dann dauernd einem Rückstand hinterher laufen muss wird’s halt schwierig. Und nicht zuletzt haben wir gegen einen äusserst starken Gegner mit einem hervorragenden Torhüter verloren. Aber wir haben ein gutes Cupturnier gespielt. Jetzt werden wir noch den Ligacupfinal der Herren anschauen, anschliessend heimfahren zusammen essen gehen. »

Alexandra Berset, UHC Tafers-Schmitten: «Wir waren mental parat, psychisch wohl mehr als physisch. Alle sind sehr gut mit dem Druck umgegangen. Die langen Auswürfe spiele ich immer, die waren nicht speziell vorher abgemacht. Es kommt nicht viel vor, dass ich damit Punkte, in dieser Saison habe ich so bisher etwa 3-5 Scorerpunkte geholt. Aber auf Nadine Durot gehen die Auswürfe einfach. Wir wissen noch nicht genau was wir jetzt machen, sicher das nächste Spiel noch anschauen und danach – werden wir dann sehen…»

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