ULA holt ersten Cupsieg der Vereinsgeschichte

Ligacupfinal 2010 Herren 

Der mit Spannung erwartete Ligacupfinal zwischen dem UHC Sursee 86 und Unihockey Langenthal Aarwangen begeisterte die 432 Zuschauer in der Wankdorfhalle. Offensiv-Unihockey, schöne Spielzüge, Härte, Tempo und viele Tore machten beste Werbung für das Kleinfeldunihockey.

Im Ligacupfinal der Herren zwischen dem UHC Sursee 86 und Unihockey Langenthal Aarwangen trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich aus der Meisterschaft bestens kannten. Beide Mannschaften hatten in den beiden Direktbegegnungen in dieser Saison je einmal gewinnen können. Die beiden Teams brachten zahlreiche und lautstarke Anhänger mit. Als erstes Jubeln durften die aus dem Oberaargau angereisten Fans von ULA. Ueli Reinmann erwischte Mike Burger zwischen den Pfosten von Sursee nach zwei Minuten mit einem platzierten Weitschuss aus der eigenen Platzhälfte. Zwanzig Sekunden später spielte Roland Wälti einen Pass in den Slot der von Rolf Aeschlimann zur 2:0 Führung verwertet wurde. Nach einer überstandenen Strafe konnte Roland Wälti seine Farben durch einen Drehschuss mit drei Längen in Vorsprung schiessen. Doch Sursee kam nun besser ins Spiel. Nur dank zwei starken Abwehraktionen von ULA-Hüter Affolter konnte Sursee nicht reüssieren. In der elften Minute war aber auch Affolter machtlos, innert zwei Minuten kam Sursee dank Toren durch Thomas Etterlin und Marcel Muri auf 2:3 heran. ULA liess sich dadurch aber nicht im Geringsten beeindrucken. Peter Schneider und Damian Sonderegger schossen ULA wiederum mit zwei Toren in Front. Kurz vor Schluss des ersten Spielabschnittes konnte Sursee eine Zweiminuten Strafe gegen ULA ausnutzen und verkürzte auf 3:5.

Kurz nach Wiederanpfiff erhielt Sursee einen Penalty zugesprochen, welchen Thomas Etterlin souverän verwertete. Andreas Kohler liess darauf eine schöne Einzelleistung folgen und erhöhte den Vorsprung für die Oberaargauer wieder auf zwei Tore. In der Folge konnte ULA den Vorsprung immer wieder ausbauen. Den zum Teil wunderschön herausgespielten Toren hatte Sursee in diesem Spielabschnitt wenig entgegenzusetzen. So brauchte beispielsweise Wälti nach zwei Direktpässen nur noch die Schaufel hinzuhalten um den Ball ins Sursee-Tor zu lenken. Nach zwei Dritteln führte ULA mit 13:7. Im dritten Drittel konnte ULA dank Ueli Reinmann die Führung um ein weiteres Tor ausbauen. Mit dem Mute der Verzweiflung riskierte Sursee nun alles, um wieder ins Spiel zurückzufinden. Mit fünf Toren innert drei Minuten brachten die Luzerner die Halle zum Kochen. In dieser Phase konnte ULA auf die Routine diverser ehemaliger oder aktueller Nationalligaspieler zählen. Dreimal Wälti und einmal Sonderegger brachten die Oberaargauer innerhalb von 240 Sekunden wieder in sicheren Vorsprung. Den Schlusspunkt in dieser spannenden Partie setzte Zingg mit einem erneut herrlichen Weitschuss zum Schlussresultat von 19:12.

Roman Baertschi
©  swiss unihockey


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Reaktionen zum Spiel

ULA (Damian Sonderegger, Ueli Reinmann, Christian Zingg, Roland Wälti, Michael Affolter) Dieser Sieg ist ein Höhepunkt für die Equipe und auch in den Karrieren der einzelnen Spieler. Vor dem Spiel waren sie eigentlich nicht nervös, höchstens als das Spiel angepfiffen wurde. Eine solche Atmosphäre mit so vielen Zuschauern sei schon nicht alltäglich. Als Sursee nochmals herangekommen ist bekam Damian Sonderegger schon etwas das Zittern. Ueli Reinmann hingegen blieb ruhig; er wusste dass es solche Wellen im Spiel geben kann. Sie hatten das kreativere Spiel als Sursee und seien extrem Motiviert für diesen Final gewesen.

Sursee (Roger Steiner, René Stocker, Simon Hunziker, Thomas Etterlin) Der Ligacupfinal war ein super Erlebnis für die ganze Mannschaft. Es war ungewohnt, vor so vielen Leuten in einer solchen Atmosphäre zu spielen, dennoch seien sie vor dem Spiel nicht nervös gewesen. ULA hatte die grössere Erfahrung in ihren Reihen, war die technisch bessere Mannschaft. Die Fehler in der Sursee-Defensive wurden eiskalt ausgenutzt. ULA selber spielte aber Defensiv äusserst solid, blockte viele Schüsse, sie haben clever gespielt. Nach den fünf schnellen Toren von Sursee war der nächste Gegentreffer der Knackpunkt in ihrem Spiel. Zwischen den beiden Mannschaften herrsche eine freundschaftliche Rivalität. Angesprochen auf den Showdown in der Meisterschaft: Sursee würde ULA den zweiten Platz gönnen und sind sich sicher, dass es umgekehrt genau so wäre.

Bilder Ligacupfinal Herren