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Das Kleinfeld-Unihockey im Rampenlicht
Vorschau Ligacupfinals 2010
04. March 2010, 10:54 / Edith BussardAm swiss unihockey Cupfinaltag stehen mit den Ligacupfinals der Damen (9.30 Uhr) und der Herren (12.30 Uhr) auch die Kleinfeldteams im Rampenlicht. Ein Highlight für die Beteiligten.
Im Damenligacupfinal streben die Jona-Uznach Flames das Unternehmen Pokaltitelverteidigung an. Die letztjährigen Siegerinnen haben auf diese Saison hin nicht nur Andrea Siegenthaler reaktivieren können, womit sie dank ihr und der 30jährigen Carmen Jud über zwei Akteurinnen aus dem Schweizer Weltmeisterinnenteam von 2005 verfügen. Janine Brönnimann und Susanne Häbig, die vergangenen Frühling ursprünglich ihren Rücktritt gegeben hatten, kamen im August auf ihren Entscheid zurück. Wir stellten uns aber ausschliesslich für die Cupmatches zur Verfügung. Wir wollten einfach diesen Finaleinzug nochmals schaffen und möchten den Pokal erneut holen, erklärt Brönnimann.
Speziell an diesem Team ist nicht nur die hohe Anzahl an Routiniers. Wir funktionieren dank unserer Erfahrung sicher auch speziell, gibt Brönnimann zu. So ist beispielsweise auf der Homepage auf der Kaderliste unter Trainer/Betreuer der Hinweis vakant nachzulesen. Diese Arbeit übernehmen drei Spielerinnen Karin Bühler, Simone Suter und Carmen Jud.
Der Herr in Anzug und Krawatte
Letztes Jahr hiess der Ligacupfinalgegner der Jona-Uznach Flamatt-Sense, jetzt ist es Tafers-Schmitten, erneut ein Vertreter aus der Region Deutschfreiburg. Diese Equipe hatte sich auf die letzte Saison hin neu formiert und vergangenen Frühling gleich auf Anhieb den Sprung von der 2. in die 1. Liga geschafft. Der Mix aus Routiniers und jungen Spielerinnen, die Freude am Sport und eine nicht allzu verbissene Einstellung, das sei das Erfolgsrezept, erklärt Beat Rösti im Gespräch. Nun wartet im Ligacupfinal mit den amtierenden Pokaltitelverteidigerinnen ein harter Brocken: Rein vom spielerischen Potenzial her sind die Gegnerinnen sicher der Favorit, erklärt er und ergänzt: Wir wollen uns aber sicher nicht verstecken.
Auffallen wird ganz sicher der Coach selbst. Ich hab nach dem Sieg im 64-Final eigentlich aus Jux gesagt, dass ich in Anzug und Krawatte an der Bande stehen werde, falls wir es bis ins Endspiel schaffen. Nun komme ich wohl definitiv nicht darum herum, sagt er und lacht.
Die Anweisungen an die Kollegen
Im Ligacupfinal der Herren stehen sich mit den 1.-Liga-Kleinfeldteams von Unihockey Langenthal-Aarwangen (ULA) und JW Sursee 86 zwei Meisterschaftsgegner gegenüber. Für die Luzerner ist die Teilnahme am Cupfinaltag das Sahnehäubchen. Wir starteten mit dem Ziel Ligaerhalt in die Meisterschaft und nahmen im Cup einfach Partie für Partie. Zu unserer eigenen Überraschung stehen wir nun im Final, erzählt Spielertrainer Stefan Feuerlein. Das Erfolgsrezept? Ein toller Teamgeist, sagt er und betont gleichzeitig: Wir hatten im Cup auch etwas Losglück.
Für Torhüter Mike Burger und fünf Feldspieler ist es nach 2008 die zweite Ligacupqualifikation. Der Rest steht vor der Cupfinalpremiere. Darunter auch Spielertrainer Stefan Feuerlein.
Der 6. März wird eh ein spezieller Tag für den 29-Jährigen, der bis zu dieser Saison nur Damenteams trainiert (und mit jenen Equipen auch Erfolge gefeiert) hatte. Nun winkt also ein persönlicher Meilenstein als Trainer eines Herrenteams. Einer Mannschaft, in der alle Akteure gute Kollegen sind. Es benötigt Fingerspitzengefühl, um als Trainer Kollegen zu führen. Der Einstieg war deshalb sicher nicht einfach. Aber mit dieser Truppe machts Spass.
Noch stärker als 2007
Wie JW Sursee 86 steht auch Gegner Unihockey Langenthal Aarwangen (ULA) vor der zweiten Ligacupfinalteilnahme. Beide Mannschaften mussten sich im Endspiel jeweils Cevi Gossau geschlagen geben die Luzerner 2008, die Oberaargauer 2007. In diesem Jahr eliminierte Langenthal Aarwangen Cevi Gossau im Halbfinal, und viele Sursee-Akteure weilten bei diesem Match unter den Zuschauern.Wir pflegen eine freundschaftliche Beziehung untereinander, erzählt der Ex-Internationale in ULAs Reihen, Ueli Reinmann.
Der Berner schätzt das eigene Team stärker ein als 2007. Dank dem Einbau dreier neuer Akteure können wir heute variantenreicher spielen.
