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Matchball und Heimvorteil
Wochenend-Vorschau Swiss Mobiliar League
18. March 2010, 10:14 / Edith BussardDer SV Wiler-Ersigen (gegen die Tigers Langnau) und der HC Rychenberg Winterthur (gegen Chur) besitzen übers Wochenende 2 Chancen, sich für die Finalserie zu qualifizieren. Bei den Damen könnten ebenfalls Entscheidungen fallen: Piranha Chur fehlt nur noch 1 Sieg für den Finaleinzug, Höfen ist nur noch einen Erfolg vom Ligaerhalt entfernt. Nur Höfen hat beim Matchball auswärts antreten.
Am Ende dieses Wochenendes könnten in der Swiss Mobiliar League der Herren und Damen die Finalisten bereits feststehen. Bei den Herren Wiler besitzt die Chance zum 9. Finaleinzug in Folge, Rychenberg Winterthur ist nur noch einen Sieg vor der Finalpremiere in der Vereinsgeschichte entfernt.
Eine bislang eindeutige Angelegenheit war die Berner Halbfinalserie zwischen Wiler-Ersigen und den Tigers Langnau. Wir hatten zuletzt viele entscheidende Partien. Erst die Schlussrunden in der Qualifikation, als wir um die Playoff-Qualifikation kämpften, dann die Viertelfinals gegen Köniz, dann den Cupfinal. Das ging sicher an die Substanz. Die Spieler von Wiler-Ersigen haben inbesondere am letzten Wochenende gezeigt, dass sie physisch stärker sind, erklärt Tiges-Trainer Philipp Soutter. Die einwöchige Match-Pause zwischen Halbfinal 3 und 4 kam den Oberemmentalern deshalb wohl sicher gelegen.
Ausgeglichener verliefen die bisherigen 3 Begegnungen zwischen Rychenberg Winterthur und Chur, allerdings jubelten am Ende stets die Zürcher. «Chur hat nichts mehr zu verlieren. Auch darum ist der entscheidende Sieg immer am schwierigsten zu bewerkstelligen. Die drei bisherigen Siege sind nur etwas wert, wenn wir auch noch den vierten holen, erklärte Rychenbergs Assistenztrainer Remo Manser nach Halbfinal 3. Wie schnell ein Spiel kehren kann, zeigte sich in Spiel 3 vom vergangenen Sonntag: 55 Sekunden vor Schluss traf Churs Finne Kekkonen bei einem Solo nur den Pfosten statt zum Ausgleich...
TV-Beiträge
Rychenberg-Stürmer Thomas Wolfer ist im Hinblick aufs Wochenende zuversichtlich: Wenn wir defensiv kompakt und sicher stehen wie zuletzt und unsere Qualitäten ausspielen werden wir die Serie für uns entscheiden, erklärte er nach dem 3. Sieg gegen Chur. Wir haben es bislang nicht geschafft, die einfachen Gegentore der Winterthurer zu verhindern. Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen, tönte es gleichzeitig Seiten Peter Düggelis, dem Cheftrainer von Chur Unihockey. Von der bisherigen Halbfinalserie Rychenberg Winterthur Chur hat das tpc in Auftrag der Mobiliar und swiss unihockey einen Beitrag realisiert. Dieser ist auf www.swissmobiliarleague.ch zu sehen.
Am kommenden Wochenenende sind TV-Aufnahmen in Kirchberg geplant. Anfang nächster Woche ist der Beitrag auf www.swissmobiliarleague.ch und im Schweizer Sportfernsehen zu sehen.
Burgdorf gibt sich kämpferisch
Ebenfalls Matchball haben die Swiss-Mobiliar-League-Spielerinnen von Piranha Chur. Sie können wie Rychenberg Winterthur und Wiler-Ersigen vor Heimpublikum den Sack zumachen (Samstag, 19.00 Uhr) und nach 2003 und 2008 zum 3. Mal in den Final einziehen. Ansonsten kommt es am Sonntag Nachmittag zu Spiel 4 in Burgdorf.
Piranha Chur vermochte in den bisherigen Halbfinals auf eine frühe Führung der Emmentalerinnen mit einem Steigerungslauf zu reagieren und die Matchs zu wenden. Nun wird erneut eine Leistung nötig sein. Auf der anderen Seite geben sich die Emmentalerinnen kämpferisch: Wir werden gut vorbereitet zum dritten Spiel am kommenden Samstag nach Chur reisen. Aufgegeben haben wir uns noch lange nicht, betonte Trainer Aldo Casanova nach Spiel 2.
Zürcherinnen mit Doppeleinsatz
Definitiv vor einem Doppeleinsatz stehen die Damenteams des UHC Dietlikon und der Red Ants Rychenberg Winterthur. In der Best-of-5-Halbfinalserie steht es 1:1 unentschieden, nun folgt Spiel 3 am Samstag abend in Wallisellen (19.00 Uhr), Tags darauf Spiel 4 in der Oberseen-Halle in Wionterthur(20.00 Uhr). Dietlikon wird nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Marion Rittmeyer, Daniela Morf, Janine Wüthrich sowie Simone Berner in den vergangenen Wochen und Monaten nun mindestens am Samstag auch auf Angela Klein verzichten müssen. Die Verteidigerin kassierte in Halbfinalspiel 2 die rote Karte und fehlt in Spiel 3.
Am Sonntag kann sich der UHC Höfen den definitiven Liga-Erhalt sichern. Das Team von Dusan Prochazka liegt in der Best-of-5-Serie gegen NLB-Sieger Thun mit 2:0 Siegen in Front. Spiel 3 findet am Sonntag abend (20.00 Uhr) in der MUR-Halle in Thun statt. Sollten die Thunerinnen den 1. Sieg feiern, kommt es eine Woche später zu Spiel 4. Sie werden allerdings mindestens eine solch starke Leistung wie in Spiel 1 benötigen, um Höfen zu bremsen.
