Schweizer Stimmen
Torhüter Pascal Meier: Wir wussten, dass es gegen Finnland ein enges Spiel geben würde und waren dementsprechend sehr gut vorbereitet. Wir vermochten den Schwung aus dem Mitteldrittel des letzten Gruppenspiels gegen Schweden mitzunehmen und zeigten im Halbfinal eine sehr gute Leistung. Die Möglichkeiten zur Finalqualifikation waren sicher da, verzeichneten wir doch beispielsweise in der Verlängerung einen Lattenschuss.
Captain Sandro Cavelti: Es war eine intensive Partie, gekennzeichnet von hartem Körperspiel. Wir zeigten während 70 Minuten eine konzentrierte Leistung und erspielten uns sicher sehr gute Chancen. Nun spüren sicher eine Leere in uns nach dieser Niederlage, doch wir denken bereits an das Spiel um Bronze vom Sonntag. Wir geben Vollgas, schliesslich wollen wir eine WM-Medaille heimbringen.
Bildergallerie
Impressionen vom Halbfinalspiel Finnland - Schweiz
Fotos: Olli Laukkanen
Schweiz verliert im Penaltyschiessen
U19-Weltmeisterschaften, 4. Spieltag
09. mai 2009, 17:34 / twAn den U19-Herren-Weltmeisterschaften in Turku hat die Schweiz den Halbfinal gegen Gastgeber Finnland nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 nach Penaltyschiessen verloren. Die Equipe kämpft am Sonntag um 13 Uhr Schweizer Zeit gegen Tschechien um Bronze. Gastgeber Finnland trifft im Endspiel auf Titelverteidiger Schweden.
Zum 4. Mal in Folge kämpft die Schweiz an den U19-Weltmeisterschaften um Bronze. Aus ist der Traum von der zweiten Finalqualifikation nach 2001. In einem intensiven, hart umkämpften Halbfinal zeigte die Mannschaft von Thomas Berger eine gute Kollektivleistung, am Ende reichte es knapp nicht fürs Endspiel.
Im ersten Drittel fielen die Schweizer mit einer optimalen Chancenauswertung und einem guten Boxplay auf, überstanden sie doch drei kleine Bankstrafen schadlos. Der einzige Gegentreffer war ein harmloser Schuss des freistehenden Oksanen. Der Ball kullerte unglücklich via dem ansonsten stark aufspielenden Goalie Pascal Meier über die Torlinie.
Nach einem torlosen Mitteldrittel, in dem der finnische Betreuerstab die erste Linie forcierte, gelang den Einheimischen kurz nach Beginn des Schlussabschnitts dann doch der ersehnte 2:2-Ausgleich. Puska schloss einen Konter erfolgreich ab. Generell machten die Finnen in der eigenen Spielhälfte die Räume eng, wodurch die Schweizer nur zu wenigen Chancen kamen. Im Schlussdrittel verzeichnten Cavelti (Pfostenschuss in der 45. Minute), Wälti (53.) und Vetsch (58./nach einem Freistoss) die besten Möglichkeiten. So musste der Match in die Verlängerung.
In der Overtime waren die Schweizer mehrheitlich in Ballbesitz, die Skandinavier liessen weiterhin nur wenige Chancen zu. Glück gesellte sich für die Finnen hinzu, als Wälti nach 66:21 Minuten nur die Latte traf. Die WM-Gastgeber hatten in der Verlängerung ebenfalls die Möglichkeit zum Sieg, aber entweder schossen sie am Tor vorbei oder scheiterten an Pascal Meier.
Im entscheidenden Penaltyschiessen vermochte Pascal Meier den Schuss von Karisto zu parieren, von Toivonen und Pfitzner wurde er jeweils erfolgreich umspielt. Auf Schweizer Seite scheiterten Cavelti, Gerber, Lutz und Wälti. So entschieden die Finnen das Penaltyschiessen mit 2:0 Toren für sich und feierten den Einzug ins Endspiel.
Schweden mit Mühe - aber es reichte
Der WM-Favorit und Titelverteidiger Schweden bekundete im zweiten Halbfinal gegen den Vizemeister von 2007, Tschechien, mehr Mühe als ihm lieb war. Die Skandinavier gerieten zwar nie in Rücklage, vermochten sich allerdings auch nie mit mehr als 2 Toren abzusetzen. Das Team von Jan Gustafsson liess etwas an Biss und Effizienz vermissen. Dank der besseren Technik der Akteure reichte es trotzdem zu einem 7:5-Sieg.
„Wir haben zuwenig aggressiv gespielt“, räumte Stürmer Kevin Lundgren nach dem Match ein. Von der Manndeckung der defensiv gut orientierten Tschechen liessen sich die Skandinavier überraschen. „Wir sind glücklich gewonnen zu haben, aber wir sind sicher nicht zufrieden mit der Leistung in diesem Spiel“, so Lundgren. „Wir müssen im Endspiel sicher aggressiver auftreten und deutlich besser skoren, wollen wir hier WM-Gold gewinnen.“ Schweden steht an diesen 5. U19-Weltmeisterschaften zum 5. Mal in Folge im Endspiel, bis auf 2005 (Silber) gabs stets Gold.
5. U19-Herren-WM, 2. Halbfinal Finnland - Schweiz
Finnland – Schweiz 3:2 n. P. ( 1:2, 0:0, 1:0 )
Turku Hall
Schiedsrichter: Skoog/Pettersson (Swe).
Zuschauer: 1817
Tore: 7. Cavelti (Wälti) 0:1. 16. Rindlisbacher (Gerber) 0:2. 17. Oksanen (Kortelainen!) 1:2. 42. Puska 2:2.
Penaltyschiessen: Gerber scheitert am finnischen Goalie Kortelainen 0:0. Toivonen trifft 1:0. Lutz scheitert an Kortelainen 1:0. Karisto scheitert an Pascal Meier 1:0. Cavelti verschiesst 1:0. Pfitzner trifft 2:0. Wälti verschiesst – Finnland gewinnt mit 2:0 das Penaltyschiessen.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Finnland, 4-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Finnland: Kortelainen; Tikka, Karisto; Kejonen, Talvitie; lIndgren, Niiranen; Oksanen, Tikkanen, Pfitzner; Tolvanen, Puska, Salin; Viinikainen, Palin, Aleski Viinikainen; Piiparinen, Ala-Nissilä, Toivonen.
Schweiz: Pascal Meier; Hirschi, Vetsch; Heinzelmann, Honold; Rindlisbacher, Siegenthaler; Fankhauser, Meister, Christoph Meier; Cavelti, Gassmann, Wälti; Gerber, Gloor, Garnier; Lutz.
Bemerkungen: 14. Lattenschuss Finnland (Talvitie). 45 Pfostenschuss Cavelti. 58:40 Time-Out Finnland. 59:49 Time-Out Schweiz. 67. (66:21) Lattenschuss Wälti. Beim Team Schweiz Eder, Ledergerber und Liechti (Ersatz) nicht eingesetzt.
5. U19-Herren-WM, 1. Halbfinal Schweden - Tschechien
Schweden – Tschechien 7:5 ( 2:1, 4:3, 1:1 )
Turku Hall
Schiedsrichter: Paso/Silvo (Fin).
Zuschauer: 1476
Tore: 11. Lunggren (Winroth/Ausschluss Tokos) 1:0. 13. Stenberg (Niklas Eriksson) 2:0. 18. Tyl (Tokos/Ausschluss Viktor Andersson) 2:1. 22. Thorsson 3:1. 25. Tyl (Juhanak/Ausschluss Lundgren) 3:2. 26. Viktor Andersson 4:2. 34. (33:21) Tyl (Princ) 4:3. 34. (33:43) Pettersson (Thorsson) 5:3. 35. Princ 5:4. 36. Edberg (Martin Andersson) 6:4. 44. Princ (Podhrasky) 6:5. 57. Lundgren (Stenbeg) 7:5.
Strafen: Je 3-mal 2 Minuten.
Schweden: Beckius; Niklas Eriksson, Ljunggren; Thorson, Ojaniemi; Martin Andersson, Wiklund; Pettersson; Stenberg, Winroth, Lundgren; Viinamäki, Rickard Eriksson, Victor Andersson; ulkunen, Agren, Edberg; Hessmer, Norman.
Tschechien: Bauer; Podhrasky, Stegl; Ullmann, Suchanek; Jankular, Knotek; Princ, Johanak, Tyl; Tokos, Hruby, Olsiak; Robenek, Gwuzdz, Zydel; Houbal, Daler, Ondrusek.
Bemerkungen: 56:39 Time-Out Tschechien, ab 59:35 mit 6. Feldspieler anstelle von Torhüter Bauer.




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