Petersen: "Wir träumen vom Halbfinaleinzug"
Herren-Weltmeisterschaften 2008
28. November 2008, 12:29 / twNorwegen ist einer der Schweizer Gruppengegner an den bevorstehenden 7. Herren-Weltmeisterschaften in Ostrava und Prag. 1996 reichte es bislang zur einzigen WM-Medaille (Bronze), danach schauten 3 Mal der 5. und zuletzt der 7. Platz (2006) heraus. Der norwegische Nationaltrainer Johnny Petersen (38) über WM-Ziele und Träume.
Johnny Petersen, Sie sind seit wenigen Monaten erst Trainer des Herren-Nationalteams Norwegen. Was haben Sie in dieser kurzen Zeit versucht zu ändern, verbessern?
Ja, es stimmt, ich bin erst seit 3 Monaten Herren-Nationaltrainer. Ich hab zu Beginn gleich Einzelgespräche mit vielen Spielern geführt, und alle, die ich mir wünschte, sagten fürs Nationalteam unter mir zu. Ich hab das Gefühl, Norwegen verfügt über sein bislang stärkstes WM-Team.
Welche Ziele haben Sie sich mit dem Team denn für die WM gesetzt?
(lacht) Wir möchten die Schweiz schlagen. Im Ernst: Wir träumen vom Halbfinaleinzug. Doch um dies zu erreichen, müssen wir die Schweizer Nationalmannschaft bezwingen. Rrealistischer ist das Erreichen des 5. Platzes.
Wie denken Sie übers Schweizer Team?
Es ist eine sehr starke WM-Mannschaft. Die Schweizer sind im Match gegen uns sicher Favoriten. Ich hoffe wir vermögen sie zu überraschen (schmunzelt). Der grösste Unterschied zwischen der Schweiz und Norwegen gerade an der bevorstehenden WM ist sicher der, dass die Schweizer an einem gut die Finnen durchaus zu bezwingen vermögen, doch Norwegen kann Finnland nicht schlagen.
Die Schweiz spielte vergangenen April gegen Norwegen – in Dänemark. Damals waren Sie noch nicht norwegischer Herren-Nationaltrainer. Haben Sie das Schweizer Team spielen sehen?
Nein, aber ich hab ein paar DVD-Aufnahmen und hab so die Mannschaft studiert (schmunzelt).
Die Partie Schweiz – Norwegen wird am Sonntag für beide Teams der 2. WM-Match sein….
Ja, wir beginnen am Samstag gegen Dänemark, das wird bereits ein sehr wichtiges Spiel für uns. An den letzten Weltmeisterschaften gewann Dänemark mit 5:3 (was der Schweiz nach dem 6:6 gegen Norwegen doch noch den Halbfinaleinzug brachte/Anm. der Red.). Wir haben also was gutzumachen.
Wie sehen Sie die Entwicklung des Unihockeysports in Norwegen?
Wir sind mit 6500 Lizenzierten nach wie vor keine grosse Sportart in Norwegen, wo die meisten Kinder und Jugendliche lieber Fussball oder Handball spielen oder im Winter vor allem skifahren. Aber Unihockey hat sich sicher gut entwickelt, heute spielen 7 Akteure in Schweden (darunter der Stürmer Ketil Kronberg im Team von IBK Dalen, der Mannschaft der Gebrüder Hofbauer und Marc Dysli/Anmerkung der Redaktion).



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