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09.12.2018

Nationalteams Männer A | WM Prag

Matthias Hofbauer tritt aus der Nati zurück

Der Rekordinternationale Matthias Hofbauer hat nach dem Gewinn der Bronzemedaille gegen Tschechien seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet

Nach der 10. WM ist Schluss: Mit Matthias Hofbauer verlässt einer der Grössten im Unihockeysport die internationale Bühne. Er ist mit 97 Skorerpunkten in 57 WM-Spielen der erfolgreichste WM-Skorer überhaupt. Insgesamt erzielte Hofbauer in 194 Länderspielen 139 Tore und 129 Assists und ist damit Rekordnationalspieler und -schütze. Mit der Nati gewann er sieben Mal WM-Bronze sowie die Silbermedaille an den World Games 2017 in Wroclaw POL.

«Die Bronzemedaille heute war definitiv meine letzte. Für mich ist der Moment da, wo ich sagen kann: Ich konnte noch einmal alles investieren und hundert Prozent auf dem Feld geben. So kann ich die internationale Karriere mit einem guten Gefühl beenden», sagt Matthias Hofbauer unmittelbar nach dem WM-Spiel gegen Tschechien.

Gesicht des Schweizer Unihockeys

Seine erste WM spielte Hofbauer 2000 in Oslo NOR, an der die Schweiz die Bronzemedaille gewann. In den Fokus spielte er sich zusammen mit seinem Bruder Christoph an der Heim-WM 2004 in Kloten, wo die Schweiz in der Gruppenphase Finnland besiegte, im Halbfinal äusserst knapp gegen Tschechien ausschied und anschliessend den 4. Platz belegte. Hofbauer wurde mit 22 Punkten Topscorer und ins Allstar-Team gewählt. So bezeichnet er noch heute die WM 2004 als seine schönste WM. Durch seinen anschliessenden Auftritt im Sportpanorama gab er dem Schweizer Unihockey ein Gesicht und blieb es bis heute.

«Was Matthias Hofbauer für die Nationalmannschaft geleistet hat, ist einmalig und kann in Worten nur schwer ausgedrückt werden», sagt Roger Lötscher, Teammanager der Nati und Chef Auswahlen im Zentralvorstand von swiss unihockey. «Mätthu spielte bis zum letzten Länderspiel auf allerhöchstem Level und war bis heute auf und neben dem Feld eine der zentralen Säulen dieses Teams.» Auch im heutigen Bronzespiel trug Hofbauer mit einem Assist auf den 16 Jahre jüngeren Deny Känzig massgeblich zum Gewinn der 7. Bronzemedaille bei und buchte seinen 97. WM-Skorerpunkt.

Speziellen Bezug zu Prag

Vor 20 Jahren besuchte Hofbauer in Prag zum ersten Mal eine WM, als er diese zusammen mit seinen Eltern von der Zuschauertribüne aus mitverfolgte. Darum war für ihn die jetzige WM in Prag der ideale Zeitpunkt, um den Kreis zu schliessen. Der langjährige Captain tritt auf dem Höhepunkt ab – gerade mal 103 Sekunden fehlten beim gestrigen Halbfinal gegen Schweden für den Einzug in den WM-Final. Die Partie wird als eine der dramatischsten und hochstehendsten WM-Partien in die Geschichtsbücher eingehen. Der Name Hofbauer steht da schon lange drin. Dem Schweizer Unihockey wird Hofbauer erhalten bleiben: «Ich bin immer noch fasziniert von der Sportart und von solchen Events wie hier in Prag. In irgendeiner Form werde ich deshalb sicher noch dabei sein.»

Foto: Fabian Trees

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