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12.12.2018

Nationalteams | Männer-WM Prag

«Team wurde während der WM viel stärker»

Zehn ereignisreiche, emotionale Tage in Prag sind vorüber. Der Trainer des Schweizer Nationalteams David Jansson blickt zurück auf die Weltmeisterschaft in Prag.

David Jansson, wenn du nach ein paar Tagen auf die WM zurückblickst, was bleibt dir von dieser Endrunde?

Bei mir bleibt vor allem das Gefühl, dass wir den richtigen Weg gehen. Es war ein Schritt in Richtung unser grosses Ziel: Weltmeistertitel. Wir sind eine ganz besondere Gruppe, die in Prag sehr gut funktioniert hat.

Wie erklärst du dir den knappen Sieg im Viertelfinal gegen Norwegen. Wart ihr da in Gedanken schon beim Halbfinal?

Nein, wir wussten, dass Norwegen ein starker Gegner ist. Immerhin sind sie die Nummer sechs der Weltrangliste und haben auf zwei Linien viel Qualität. Wir hatten genügend Torchancen um das Spiel schon im ersten Drittel zu entscheiden. Nebst der mangelnden Chancenauswertung waren wir auch technisch ungenügend im Spielaufbau und konnten deshalb nicht wie gewünscht Tempo aufbauen. Allgemein sehe ich im Spiel im letzten Drittel des Feldes Entwicklungspotenzial.

Gegen Schweden gelang euch eine enorme Leistungssteigerung und ihr wart so nahe am Sieg. Du hast immer gesagt, dass es eine Maximalleistung der Spieler braucht, um Schweden zu bezwingen. Habt ihr diese abrufen können?

Das ist schwierig zu sagen, ob es nun 95 oder 98 Prozent waren, aber wir waren sehr nahe dran. Wir hatten das Spiel oft unter Kontrolle und die Druckphasen der Schweden waren viel kürzer als sonst. Unsere Spieler waren grossartig und der Gameplan ging fast auf.

Was müsst ihr in den nächsten zwei Jahren verbessern, damit ihr am Schluss in einem solchen Spiel als Sieger vom Platz gehen könnt?

Das muss ich zuerst analysieren, aber klar ist, dass wir mehr Spieler brauchen, die aus der Distanz gefährlich sind. Auch ohne Ball gibt es natürlich viel zu tun. Wir müssen neue Wege finden, um einerseits aggressiv zu sein und um anderseits den Gegner zu bremsen.

Wie habt ihr es geschafft, nach der bitteren Niederlage gegen Schweden im kleinen Final gegen den Gastgeber Tschechien eine solche Leistung zu zeigen?

Die Energie, welche die Spieler nur wenige Stunden nach der harten Halbfinal-Niederlage wieder aufs Feld bringen konnten, war unglaublich und hätte ich selber nicht so erwartet. Die Enttäuschung am Abend sah man jedem Spieler an. Die Jungs haben eine enorme Winner-Mentalität gezeigt.

Bei den Spielern war die Freude über Bronze eher verhalten. Wie sieht es bei dir aus?

Für mich war das Wichtigste zu sehen, dass wir am Wochenende zwei gute Leistungen in Serie gebracht haben. Das werden wir brauchen, um einmal Weltmeister werden zu können.

Welcher Moment ist für dich unvergesslich?

Als Headcoach während den 70 Minuten gegen Schweden im Halbfinal dabei sein zu dürfen, war etwas ganz Spezielles. Ebenso wie die Energie der Spieler im kleinen Final gegen Tschechien. Ich habe allgemein Freude an der Entwicklung des Teams. Unsere Gruppe wurde während der WM viel stärker - das sieht man nicht immer.

Wie geht es nun weiter?

Das Team besteht aus vielen jungen Spielern und ich freue mich, mit ihnen die nächste WM 2020 in Finnland und dann natürlich 2022 im eigenen Land anzugehen. Wir sind gut und haben viel Luft nach oben. Die perfekte Kombination für die Zukunft.

Ein Spieler, der sicher nicht mehr dabei sein wird, ist Matthias Hofbauer. Er ist nach dem Gewinn der Bronzemedaille am Sonntag zurückgetreten. Wie kann man ihn kompensieren?

Was er geleistet hat – auf und neben dem Feld - ist unglaublich und es ist klar, dass er dem Team enorm fehlen wird. Mätthu zu ersetzen ist für mich der falsche Ansatz, das geht nicht. Aber ich bin überzeugt, dass wir andere Spieler mit interessanten Qualitäten finden werden.

 

Fotos: Fabian Trees und Tobias Wagen

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