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07.09.2019

Nationalteams | Frauen

«Wir hätten beide Spiele gewinnen müssen»

In der letzten Minute musste das Schweizer Frauen Nationalteam den 3:3-Ausgleich gegen die Tschechinnen hinnehmen. Bereits das gestrige Länderspiel gegen Finnland endete unentschieden. Der Trainer Rolf Kern zieht drei Monate vor der Heim-WM positive Bilanz.

Das Spiel gegen die Weltnummer vier Tschechien war wie erwartet eine enge Partie. Nie hatte ein Team mehr als ein Tor Vorsprung. Der erste Treffer der Partie gelang den Schweizerinnen – wenn auch der Abschluss etwas glücklich war. Nadia Cattaneo spielte zu Simone Wyss vor dem Tor, von ihr prallte der Ball ins Tor. 1:0 für die Schweiz. Im zweiten Drittel hatten die Schweizerinnen Möglichkeiten, um zu erhöhen, doch sie vergaben. «Die Kaltblütigkeit vor dem Tor liess wie schon gestern zu wünschen übrig», sagt Kern nach dem Spiel. 

Wichtige Tests im Hinblick auf die WM

Dies sah auch Simone Wyss, die zur besten Spielerin ausgezeichnet wurde, so: «Unsere Chancenauswertung war leider ungenügend.» Am Ende des zweiten Drittels musste Brigitte Michler auf die Strafbank und die Tschechinnen nutzten das Powerplay aus. Leider war das 1:1 nicht die letzte Szene vor der Pause, denn Andrea Gämperli traf ein Ball am Auge und musste dann das letzte Drittel von der Bank aus zuschauen. Sie sah, wie in der 44. Minute die Tschechinnen Lara Heini erneut bezwangen und erstmals in Führung gingen. Doch die Schweizer Reaktion kam umgehend: Corin Rüttimann zog ab und traf genau. Kurz darauf bediente Cattaneo erneut Wyss vor dem Tor, diesmal kam der Pass auf die Schaufel und Wyss konnte einschieben. In der 59. Minute nahmen die Tschechinnen den Goalie heraus – mit Erfolg: 46 Sekunden vor Schluss trafen sie zum 3:3. Wie schon gestern gegen Finnland (4:4) endete die Partie unentschieden: «Wir hätten beide Partien gewinnen müssen», sagt Kern. «Wir spielten zu hektisch und dadurch auch zu ungenau», so Kern weiter. «Zudem wollten wir ein wenig zu viel.» Immerhin: Das anschliessende Penaltyschiessen konnte gewonnen werden. Der Trainer blickt insgesamt positiv auf die beiden Partien zurück: «Die Spiele waren wichtige Tests um zu sehen, wie unser Forechecking funktioniert, wie wir agieren, wenn ein Top-Gegner auf dem Feld steht und wie unsere Auslösungen klappen». Besonders mit dem Spiel ohne Ball ist er zufrieden, denn die Schweizerinnen haben aus dem Forechecking heraus kein Tor erhalten. «Es gibt noch 2-3 Punkte, an denen wir arbeiten müssen – wie die Kaltblütigkeit. Aber sonst bin ich zufrieden.»

In etwas mehr als einem Monat treffen dann die Nationen das letzte Mal vor der Weltmeisterschaft im Dezember in Neuenburg aufeinander. Vom 18.-20. Oktober findet die Euro Floorball Tour in Prag statt mit den vier Top-Nationen: Schweden, Finnland, Schweiz und Tschechien. «Nun steht der Feinschliff bevor», sagt Simone Wyss.

 


Schweiz – Tschechien 3:3 (1:0, 0:1, 2:2)

Erikkilä Sport Institute, Eerikkilä (FIN), 232 Zuschauer; SR Ludvig Broadhall, Robert Nordin (SWE)

Tore: 14. Wyss (Cattaneo) 1:0. 40. Jirakova (Ratajova; Ausschluss Mischler) 1:1. 44. Ratajova (Urbankova) 1:2. 45. Rüttimann (Marti; Ausschluss Tozickova) 2:2. 47. Wyss (Cattaneo) 3:2.  60. Repkova (Urbankova, Schweiz ohne Torhüter) 3:3.

Strafen: 3x2 Minuten gegen die Schweiz, 1x2 Minuten gegen Tschechien

Schweiz: Heini; Liechti, Marti; Stella, Gredig; Frick, Mischler; Zwinggi, Rüttimann, Wiki; Hintermann, Gämperli, Scheidegger, Gerig, Cattaneo, Wyss; Spichiger, Suter, Reinhard.

Tschechien: Prileska; Enenkelova, Bocanova; Repkova, Supakova, Kotzurova, Kapcova; Hanzlikova, Berankova, Jirakova; Tozickova, Paloncyova, Plaskova; Konickova, Martinakova, Mlejnkova; Krupnova, Ratajova, Urbankova.

Bemerkungen: Simone Wyss (SUI) und Nikola Prileska (CZE) als beste Spielerinnen ausgezeichnet. Die Tschechinnen ab der 59. Minute z. T. ohne Goalie. Die Schweizerinnen gewinnen das Penaltyschiessen.

 

Foto: Jarmo Koskela

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