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28.11.2018

Nationalteams | Männer-WM Prag

Mit einer Maximalleistung ist alles möglich

Am Samstag beginnt für die Schweizer Männer Nationalmannschaft die Unihockey-Weltmeisterschaft in Prag. Zusammen mit Schweden, Finnland und dem Gastgeber Tschechien gehört das Team von David Jansson zu den Topfavoriten.

In Prag kämpfen 16 Nationen vom 1.-9. Dezember 2018 um den Unihockey-Weltmeistertitel. Der Schweizer Nati-Trainer David Jansson und das Team bereiten sich seit der letzten WM vor zwei Jahren in Riga, an der die Schweiz Bronze gewann, auf den Grossevent vor. «Im Vergleich zur WM 2016 verfügen wir über mehr Qualität im Kader» ist der Coach überzeugt. «Mehr Spieler können auf internationalem Niveau spielen.» Der Teamspirit stimmt, Jansson blickt positiv auf die WM. Er weiss, dass viel drin liegt, aber nur, wenn alle Spieler ihr Bestes zeigen. «Mit einer Maximalleistung sind wir sehr gefährlich, dann können wir alle schlagen.»

Die stärksten Konkurrenten der Schweizer sind Schweden, Finnland und Tschechien. Seit Jahren machen diese vier Länder die Medaillen an den Titelkämpfen unter sich aus. Waren einst Schweden und Finnland die klaren Favoriten, rückten in den vergangenen Jahren die vier Top-Nationen näher zueinander. Vor einem Jahr an der Euro Floorball Tour in Kirchberg gelang der Schweizer Nationalmannschaft der erste Sieg überhaupt gegen das schwedische Team. Und auch die Finnen bezwang man in diesem Jahr zweimal (im April und Ende August). Die letzten drei Partien gegen Tschechien waren jeweils äusserst eng, zwei davon wurden erst im Penaltyschiessen entschieden. Auf die WM-Gastgeber treffen die Schweizer im letzten Spiel in der Gruppenphase (4.12.). Vorher stehen die Partien gegen Lettland (1.12.) und Deutschland (2.12.) an.

Sieben Debütanten und ein WM-Allzeittorschützenkönig

20 Spieler umfasst das Schweizer Kader, darunter sieben WM-Debütanten: Torhüter Patrick Eder (Floorball Köniz), Jan Bürki (SV Wiler-Ersigen), Nils Conrad, (HC Rychenberg Winterthur), Dan Hartmann (UHC Alligator Malans), Tobias Heller (GC Unihockey), Paolo Riedi (Chur Unihockey) und Jan Zaugg (Floorball Köniz). Bereits die 10. Weltmeisterschaft ist es für Matthias Hofbauer. Der Spieler des SV Wiler-Ersigen und WM-Allzeittorschützenkönig verpasste seit dem Jahr 2000 keine Endrunde mehr. Trotzdem ist die Weltmeisterschaft immer noch ein grosses Highlight für ihn: «Die internationale Entwicklung ist grandios, die Events wurden in den letzten Jahren immer grösser. Eine WM kann man gar nicht genug miterleben.» Mit Manuel Maurer, Tim Braillard und Manuel Engel sind drei Spieler dabei, die nicht in einem Schweizer, sondern in einem schwedischen Verein im Einsatz stehen.

Live auf SRF

Das SRF überträgt alle Schweizer Nati-Spiele: Die Übertragung des ersten Gruppenspiels am Samstag beginnt im Livestream auf www.srf.ch/sport und wechselt danach auf SRF zwei. Die Partie am Sonntag gibt es von Anfang an im Fernsehen auf SRF zwei (wechselt dann auf SRF info.) Das Spiel am Dienstag gegen Tschechien läuft im Livestream. Ab den Viertelfinals, die am 6. Dezember beginnen, gibt es die Partien mit Schweizer Beteiligung auf SRF zwei. Der Final wird auch dann übertragen, wenn sich das Team von David Jansson nicht für das Endspiel qualifiziert. Reto Held und SRF-Experte Christoph Hofbauer kommentieren die WM-Spiele.


Das Schweizer Kader für die WM 2018:

Torhüter:
Patrick Eder (Floorball Köniz), Pascal Meier (GC Unihockey)

Feldspieler:
Kevin Berry, Christoph Camenisch, Dan Hartmann (UHC Alligator Malans), Nicola Bischofberger, Jan Bürki, Matthias Hofbauer (SV Wiler-Ersigen), Nils Conrad (HC Rychenberg Winterthur), Manuel Engel, Manuel Maurer (Växjö Vipers SWE), Luca Graf, Tobias Heller, Claudio Laely, Joël Rüegger, Christoph Meier (GC Unihockey), Jan Zaugg (Floorball Köniz), Patrick Mendelin (Unihockey Basel Regio), Paolo Riedi (Chur Unihockey), Tim Braillard (Mullsjö AIS SWE)


Der Spielplan der Schweizer:

01.12.          12.00 Uhr                     Schweiz – Lettland
02.12.          14.00 Uhr                     Schweiz – Deutschland
04.12.          19.30 Uhr                     Tschechien – Schweiz
06.12.          16.30 Uhr                     evtl. Viertelfinal*
08.12.          16.00/19.00 Uhr           evtl. Halbfinal**
09.12.          13.00/16.00 Uhr           evtl. Spiel um Platz 3 oder Final

* Die Schweizer qualifizieren sich direkt für den Viertelfinal, wenn sie Platz 1 oder 2 in ihrer Gruppe erreichen. Werden sie 3. oder 4., so ist eine Viertelfinalqualifikation via Playoffs immer noch möglich.

** Verlieren die Schweizer ihren Viertelfinal, bestreiten sie die Klassierungsspiele um den 5. bis 8. Rang.

Modus: Die Top-8-Nationen sind in zwei Vierergruppen eingeteilt (A und B). Aus diesen Gruppen qualifizieren sich jeweils der Erste und der Zweite direkt für die Viertelfinals. Der Dritte und der Vierte spielen in den Playoffs gegen die Erst- und Zweitklassierten der schwächeren Gruppen C und D die restlichen vier Viertelfinalisten aus. Die Verlierer der Viertelfinals bestreiten Klassierungsspiele um die Ränge fünf bis acht. Dieser Modus wird seit der WM 2014 angewendet.

Morgen startet die Übertragung im Webstream und ab 13.30 Uhr sind wir live auf SRFzwei. Am Sonntag startet die Übertragung um 13.40 Uhr auf SRFzwei und wechselt um 15.25 Uhr auf SRFinfo.

Offizielle Website


Schweizer Gruppenspiele

01.12., 12.00 Uhr   Schweiz – Lettland
02.12., 14.00 Uhr   Schweiz – Deutschland
04.12., 19.30 Uhr   Tschechien – Schweiz

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